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Gedankenimpuls vom 04. März 2026 – „Verletzlichkeit“

Es geht auf Ostern zu. Die Blumen blühen, Frühlingsgefühle. Wir werden getragen von dem Wissen, das alles neu wird. Die Nächte werden kürzer.

Doch es ist eine Zeit zwischen zwei Jahreszeiten: Winter und Frühling. Eine Zeit vor der dunklen Kreuzigung und dem Versprechen der Auferstehung. Wir wissen, wie die Geschichte ausgeht: “Gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes. Am dritten Tage auferstanden von den Toten.”

Doch Jesus wusste nicht wie es ausgeht. In der Nacht vor seiner Gefangennahme und dem Verrat durch Judas Ischariot betet er verzweifelt im Garten Gethsemane: Lass den Kelch an mir vorüberziehen! Er hat Angst, denn er weiß nicht, wie es ausgeht. Er zweifelt, ist verletzlich.

Er hoffte auf die Unterstützung seiner Freunde. So heißt es in Markus 4, 33-34: “Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!”

Doch Petrus, Jakobus und Johannes sind eingeschlafen. Jesus steht alleine vor seinem Schicksal. Zitternd. Verängstigt. Verletzt. Seine engsten Freunde lassen ihn alleine, sein bester Freund wird Verräter.

Auch Jesus ist schwach - schließlich ist er Mensch.

Doch Schwäche ist nicht immer etwas Schlechtes. Erst durch den Kontrast zur Schwäche kann man Stärke erkennen. Stärke ist ein tolles Gefühl - es gibt uns Mut und Selbstvertrauen. Wir kennen vielleicht nicht solche Extremsituationen wie Jesus, doch wissen wir auch wie sich Stärke anfühlt und haben solche Momente erlebt.

Fühl in dich hinein:

Wo fühlst du dich stark?